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Die Lebensphasen des Hundes verlaufen schneller als die eines Menschen. Eine altbekannte Faustregel, ein Menschenjahr gleich sieben Hundejahre, ist nicht ganz korrekt. Mann unterscheidet zwischen den einzelnen Rassen und der grösse des Hundes (gross, mittel oder klein). Die Genetik (Überzüchtung) spielt eine grosse Rolle in der Gesundheit und der Lebenserwartung des Hundes. Ebenso die Aufzucht (gesunde Elterntiere) und die spätere Haltung. Gute tiermedizinische Versorgung sowie artgerechtes Futter und angemessene Belastung, lassen uns auf viele gemeinsame Jahren hoffen. Entdecken wir dann eines Tages die ersten grauen Haare um den Fang, so müssen wir nicht gleich in Panik verfallen. Viele Hunde ergrauen im besten Alter und sind topfit und gesund.
Erst war er doch noch der kleine lustige, pumelige Welpe. Nun ist es eine stattliche Hündin oder Rüde. Wenn wir da zurückdenken, wie viel wir doch geschimpft und gelacht haben merken wir, dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist. Durch dick und dünn hat er uns begleitet. Aber langsam und stetig kommt jetzt die Zeit, wo wir uns wieder umorientieren müssen. Es heisst wieder: mehr Rücksicht nehmen.
Die ausgedehnten Spaziergänge werden kürzer, die Pausen länger. Hitze ersparen wir ihm so gut es geht. Autofahren lieben wir immer noch, denn gerne sind wir mit dabei. Aber alleine aussteigen geht nicht mehr. Arthrose in den Gelenken, etc… Herrchen muss immer lauter rufen, weil wir ja nicht mehr so gut hören. Und die Futterstücke werden wieder kleiner, weil Kauen und die Zähne Probleme machen. Kleine Kinder mögen wir immer noch. Aber manchmal möchten wir nicht mehr überall angefasst werden, es tut uns weh. Schlaf- und Ruhephasen werden länger. Der ganze Hund gemächlicher.
Bei älteren Hunden kommen oft die „Mödeli“ mit. Sie haben ganz eigene Rituale, über die wir staunen oder lachen, die wir oft gar nicht so kennen. Sie werden eigen, unsere alten Hunde.
Gut haben wir beim letzten Autokauf daran gedacht, dass die Ladefläche tief sein muss. Über den Aufzug im Haus sind wir froh. Treppensteigen ist nicht mehr möglich. Der Tierarzt um die Ecke. Kleine Hilfen im Alltag können wir gut anbieten, um das Leben unseres Vierbeiners zu erleichtern. Spätestens jetzt sind wir uns wieder dankbar, dass wir uns einen Hund ausgesucht haben, den wir bis zuletzt gut betreuten können, weil sein Eigengewicht unsere Kräfte nicht übersteigt. Still und leise liegt er zufrieden in seinem Körbchen und geniesst unsere Streicheleinheiten. Denn jeder Tag ist ein geschenkter Tag.
Mehr über das Alter von Hunden und andere nützliche Informationen unter: http://www.vdh-hettenrodt.de/
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