Infektionskrankheiten.
Wie schütze ich meinen Hund.
Zufriedene und Gesunde Hunde,
glückliche Frauchen und Herrchen…

Die Staupe
Die infektiöse Leberentzündung
Die Leptospirose
Der Zwingerhusten
Die Tollwut
Die Parvovirose

Neues Impfschema (28.11.2007)
Die Erkenntnis, dass die Impfung gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose einen Impfschutz bietet, der über drei Jahre wirksam ist, nutzt die Firma Intervet/Veterinaria so, dass sie den Impfstoff in einer aufgeteilten Vesion anbietet. So ist es möglich, nach einer soliden Grundimmunisierung die aus drei Impfungen im Alter von 8 Wochen, 12 Wochen und 15 Monate besteht, in den folgenden zwei Jahren die "kleine Impfung" gegen Leptospiros und Zwingerhusten machen zu lassen. Die fünffach komibinierte Impfung erfolgt nur noch alle drei Jahre.

Die Tollwut ist für Reisen ins Ausland obligatorisch, muss neu aber nicht mehrjährlich durchgeführt werden. Ob die Auffrischungsimpfung alle zwei oder drei Jahre gemacht werden muss, ist abhängig vom verwendeten Impstoff.

Sind Impfungen nötig?
Viren und Bakterien verursachen diese zum Tell tödlich endenden Erkrankungen. Speichel, Nasensekret, Aerosole, Blut und Kot übertragen die Krankheitserreger. Sie als Tierbesitzer können In den meisten Fällen eine Ansteckung mit diesen seuchenhaft verlaufenden Krankheiten verhindern. Selbstverständlich könnten Sie die Nähe anderer Hunde vermeiden. Gerade der soziale Kontakt ist aber für die Entwicklung zu einem wesensstarken und sozial angepassten Hund wichtig. Impfungen schützen vor der Infektion mit Viren und Bakterien während des täglichen Kontaktes des Hundes unter seinesgleichen.
Impfungen sind keine Lebensversicherung. So können z.B. Antikörper aus der Muttermilch eine erfolgreiche Impfung beim Junghund verhindern. Im allgemeinen schützen aber Impfungen Ihren Hund zuverlässig. Aber auch für andere Hunde sinkt durch die Impfung Ihres Hundes die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Hund, krank oder gesund, ein Virus trägt und weitergibt. Impfungen und hygienische Massnahmen bewahren Besitzer und Hund vor Leid und Schmerz.

Die Staupe... Ist weltweit die bedeutendste Infektionskrankheit der Hunde.
Der Erreger der Staupe ist ein hoch ansteckendes Virus, das mit demjenigen der menschlichen Masern verwandt ist. Die Staupe ist aber für den Menschen keineswegs ansteckend.
Übertragen werden die Staupeviren von Hund zu Hund per Tröpfchen oder direkt durch Belecken Gefährdet sind vor allem Junghunde ohne Schutzimpfung, wobei die grösste Erkrankungshäufigkeit im Alter von drei bis sechs Monaten auftritt. In den letzten Jahren sind aber auch wiederholt ältere Hunde erkrankt, bei denen die Nachimpfungen nicht korrekt durchgeführt wurden.
Die Krankheit äussert sich indem etwa 14 Tage nach der Infektion Fieber, Augenausfluss, Husten, Durchfall, Erbrechen und Inappetenz auftreten. Durch eine Gehirnentzündung können sofort oder im Verlaufe der Krankheit Krämpfe. tickartige Anfälle, unkoordinierter Gang und andere Störungen des Nervensystems auftreten.

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Die ansteckende Leberentzündung......oder „Hepatitis contagiosa canis“ kommt Welt weit vor und verursacht gelegentlich Verluste bei Hunden. Der Erreger ist ein Virus, das in der Umwelt mässig widerstandsfähig ist. Übertragen wird das Virus bei direktem Kontakt oder Indirekt durch den Kot oder Urin von angesteckten Hunden. Wichtig ist zu wissen. dass viele angesteckte Hunde nicht krank erscheinen, aber das Virus an nicht angesteckte weiter geben können. Die Hepatitis äussert sich, wie der Name sagt in einer Leberentzündung. In schweren Fällen treten dann Blutgerinnungsstörungen und blutiger Durchfall auf. Weit häufiger werden nach Infektionen nur kurzzeitig Fieber, Inappettenz und eine Mandel- und Rachenentzündung beobachtet.
Die Behandlung kranker Tiere besteht in allgemein schützenden und aufbauenden Massnahmen. Die Vorbeuge der Hepatitis ist mit allen auf dem Markt befindlichen Kombinationsvakzinen sicher zu verwirklichen.

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Die Leptospirose…oder Stuttgarter Hundeseuche tritt in allen Altersklassen von Hunden auf. Die Erreger sind Bakterien, Leptospiren genannt. Übertragen werden die Leptospiren durch angesteckte Hunde, Ratten und Mäuse. Diese scheiden mit dem Harn die Erreger aus. Damit verschmutzte Nahrungsmittel dienen vor allem als Infektionsquelle. Unter widrigen Umständen kann sich auch der Mensch mit Leptospiren anstecken.
Die Krankheit verläuft oft ohne klinische Zeichen oder aber mit den Anzeichen einer Leber- und Nierenerkrankung. Beobachtet werden anfangs Fieber, mangelnder Appetit und Erbrechen. Später können Muskelschmerzen, Gelbsucht,  vermehrte Wasseraufnahme und häufiges Harnabsetzen auftreten. Die Behandlung besteht in allgemein unterstützenden Massnahmen und Antibiotika. Vorbeugen lässt sich der Krankheit zuverlässig mit den auf dem Markt befindlichen Vakzinen. Besitzer erkrankter Hunde sollten rigorose Hygienemassnahmen einhalten.

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Der Zwingerhusten... umfasst einen ganzen Komplex von Infektionen des Atmungsapparates. Die Erreger sind verschiedene Viren (Parainfluenza 3. Canines Adenovirus 2 und andere). Diese wurden bei erkrankten Hunden gefunden. Verschiedene Bakterien setzen sich meist nach der Virusinfektion im vorgeschädigten Gewebe fest. Eine einzige Bakterien-Art (Bardetella bronchiseptica) ist hingegen auch ohne virale Vorschädigung krankmachend. Dieser Keim ist übrigens verwandt mit dem Keuchhusten der Kinder, für diese aber nicht ansteckend. Hunde stecken sich an durch feinste Tröpfchen. Diese Tröpfchen sind die Träger und werden mit der Ausatmungsluft oder beim Husten ausgeschieden. Alle diese Erreger sind hochansteckend.
Gefährdet sind grundsätzlich alle Hunde. Bei erwachsenen Hunden sind aber weniger Komplikationen zu erwarten als bei Junghunden. Der Ausbruch einer Erkrankung hängt neben der Übertragung der Erreger auch von den Haltungsbedingungen der Hunde ab. So fördern unter anderem die Haltung vieler Hunde auf engem Raum und häufig wechselnde Kontakte die Ansteckungsgefahr.

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Die Krankheit äussert sich von leichtem Husten bis zu schwer fieberhaften Lungenentzündungen und auch durch Todesfälle. Die meisten Infektionen mit den Zwingerhusten-Erregern verlaufen aber mild und werden kaum bemerkt. Der Zwingerhusten ist nicht heilbar denn es gibt gegen die viralen Infekte keine eigentliche Therapie. Unterstützende Medikamente und Antibiotika zur Behandlung bakterieller Zweitinfektionen und der Bordetellen sind meist erfolgreich.

Vorbeugen kann man mit den auf dem Markt befindlichen Kombinationsvakzinen gegen die viralen Erreger des Zwingerhustens. Für den Bedarfsfall sind auch gegen die allein krankmachende Bakterienart (Bordetellen) Impfungen im Angebot.

Tollwut... ist unheilbar bei Mensch und Tier. Der Erreger der Tollwut ist ein Virus, das bei Mensch und Tier eine unheilbare Gehirnentzündung verursacht. Übertragen wird das Virus durch den Biss (Speichel) kranker Tiere. Dabei spielt der Fuchs bei uns die grösste Rolle. Angesteckte Haustiere sind für den Menschen eine grosse Gefahr. Die Tollwut äussert sich durch Scheue und Verkriechen bis hin zur Aggressivität und Raserei. In der Endphase treten Lähmungen auf. Jeden Kontakt mit Tollwutverdächtigen Tieren, von Ihnen selber oder Ihres Hundes melden Sie umgehend Ihrem Arzt oder Tierarzt. Den Menschen schützt dann eine sofortige Impfung.
Tiere werden gemäss den Weisungen des Kantonstierarztes eingeschläfert oder über eine bestimmte Zeit isoliert. Die Impfung ist je nach Seuchenlage und für Grenzübertritte in jedem Fall vorgeschrieben. Für Grenzübertritte soll die Impfung mindestens einen Monat und höchstens ein Jahr zurückliegen. Die Impfung Ihres Hundes ist in der Schweiz obligatorisch. Sie schützt Mensch und Tier.

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Die Parvovirose... Ist die wichtigste virale Magendarm-Entzündung der Hunde. Der Erreger ist ein Virus, das verwandt ist mit demjenigen der Fieber- bzw. Katzenseuche. Die Übertragung ist aber weder vom Hund auf die Katze, noch umgekehrt möglich. Die Krankheit wurde erst 1978 das erste Mal diagnostiziert. Hunde stecken sich an durch den Kot infizierter Artgenossen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Parvoviren über Jahre in der Umwelt übeleben können und sehr widerstandsfähig sind gegen Desinfektionsmittel. Als Hundebesitzer können Sie an den Schuhen ansteckende Parvoviren in ihren Haushalt bringen.
Die Krankheit äussert sich bei vielen Hunden gar nicht. Werden die Hunde krank, dann vor allem mit Erbrechen und Durchfall. Diese Anzeichen können in allen Schweregraden auftreten, bis hin zu blutigem Durchfall und schnellen Todesfällen.

Die Krankheit ist nicht heilbar denn es gibt keine gezielte Behandlung der Viren. Die Behandlung zielt vornehmlich darauf ab, die Flüssigkeitsverluste zu ersetzen und Zweitinfektionen mit Bakterien zu verhindern. Je nach Schweregrad sind Behandlungen erfolgreich. Nur Impfen schützt Ihren Hund zuverlässig. In Zuchten, die mit Parvovirose verseucht sind, ist ein spezielles Impfschema und strikte Desinfektions- und Hygiene-Massnahmen zu berücksichtigen.

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Quelle: "Wie schütze ich meinen Hund?" Broschüre von Dr. E. Gräub AG, Bern und der Firma Pfizer